Was in vielen Hundeausbildungen falsch trainiert wird:

Veröffentlicht am 14. Juli 2025 um 14:08

Eine kritische Betrachtung

In der Welt der Hundeausbildung begegnen wir häufig Ansätzen, die mehr Schaden als Nutzen anrichten. Viele Trainer und Halter sind sich der Gefahren, die von inadäquatem Beutefangverhalten ausgehen, nicht bewusst. Dabei steht nicht nur das Wohl des Hundes auf dem Spiel, sondern auch die Sicherheit der Menschen im Umfeld. In diesem Artikel beleuchte ich einige häufige Fehler in der Hundeausbildung, die zu gefährlichen Verhaltensweisen führen können, und erörtere die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten und kompetenten Trainings.

Fehlende und unzureichende Sozialisierung

Ein entscheidender Aspekt, der oft vernachlässigt wird, ist die Sozialisierung von Hunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten sollten Hunde mit verschiedenen Umgebungen, Menschen und anderen Tieren in Kontakt kommen. Fehlt dies, kann es zu Angst- und Aggressionsverhalten kommen, wenn der Hund in neue Situationen kommt. Studien zeigen, dass gut sozialisierte Hunde weniger anfällig für Stress und aggressionbedingte Probleme sind (M. W. B. McMillan, 2020).

Hunde, die nicht sozialisiert sind, können unberechenbar reagieren. Diese Unberechenbarkeit stellt ein ernsthaftes Risiko für die Halter und die Umgebung dar. Das Training sollte daher unbedingt auch Elemente der Sozialisation beinhalten, um die Interaktion des Hundes mit seiner Umwelt positiv zu gestalten.

Wechselbeziehung zwischen Motivation des Aggressionsverhaltens und Appetenzen des Beutefangverhaltens

Ein weiteres Problem ist die missratene Motivation, die hinter aggressivem Verhalten steckt. Oft wird der Beutefang instinktiv gefördert, ohne dabei die emotionalen Bedürfnisse des Hundes zu berücksichtigen. Eine aggressive Reaktion kann sich entwickeln, wenn Hunde durch das Training dazu gebracht werden, Beute zu „jagen“, ohne dass sie verstehen, dass diese Jagd kein gezieltes oder kontrolliertes Verhalten ist.

Die Balance zwischen aggressivem Verhalten und dem natürlichen Beutefangverhalten ist heikel. Während der Beutefang Instinkte anspricht, bedeutet Überbetonung dieses Verhaltens in einem falschen Kontext oft, dass Hunde lernen, Aggression mit positivem Feedback zu verknüpfen. Dies führt zu einer Steigerung von aufregenden und möglicherweise gefährlichen Verhaltensweisen.

Genetische Probleme des Beutefangverhaltens

Die genetische Veranlagung hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf das Verhalten eines Hundes. Bestimmte Rassen wurden über Jahrhunderte hinweg gezielt gezüchtet, um spezifische Aufgaben zu erfüllen – oft in Verbindung mit Beutefangverhalten. Ein Beispiel dafür sind Terrier, die ursprünglich zur Jagd gezüchtet wurden. Diese genetischen Dispositionen können das Training erschweren, wenn Halter und Trainer nicht über das nötige Wissen verfügen, um mit diesen Tendenzen verantwortungsvoll umzugehen.

Es ist daher unerlässlich, bei der Auswahl eines Hundes sowohl die individuellen Eigenschaften als auch die Rassemerkmale zu berücksichtigen. Ein verantwortlicher Trainer muss in der Lage sein, diese Aspekte zu erkennen und angemessene Trainingstechniken anzuwenden, die der Natur des Hundes gerecht werden.

Training des Beutefangverhaltens zur ICH-Erweiterung des Hundehalters

Eine häufige Praxis in der Hundeausbildung ist die Projektionsweise des Halters, die eigene Wünsche und Unsicherheiten auf das Verhalten des Hundes überträgt. Wenn Hundehalter versuchen, ihren Hund zum perfekten „Beutefänger“ zu erziehen, geschieht dies oft aus eigener Bedürftigkeit nach Anerkennung oder Selbstwert. Dies kann zu gefährlichen Situationen führen, wenn der Hund nicht in der Lage ist, die erlernten Verhaltensweisen in der Realität korrekt umzusetzen.

Das Training sollte niemals egoistisch motiviert sein, sondern immer das Wohl des Tieres im Mittelpunkt haben. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Trainer und Halter sich ihrer eigenen Motive bewusst werden und sich darauf konzentrieren, Hunde in einer gesunden und sicheren Weise auszubilden.

Der richtige Weg: Antijagdtraining und kompetente Ausbildung 

Berufsständige Fachkräfte, wie die Hundeschule Kefalas unter der Leitung von Anja Rafalski, setzen sich für eine ethisch vertretbare Ausbildung von Hunden ein. *Dogtraining with Heart & Mind Crete* bietet eine fundierte Herangehensweise an das Training, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Antijagdtraining wird hier als eine Methode angesehen, die dafür sorgt, dass Beutefangverhalten nicht unkontrolliert gefördert wird.

"Ich möchte, dass Menschen verstehen, dass verantwortungsvolles Training weit mehr als nur das Erlernen von Kommandos umfasst. Es geht darum, eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Hund aufzubauen und gleichzeitig sicherzustellen, dass beide Partner in dieser Beziehung lernen, respektvoll und sicher miteinander umzugehen." (CEO Anja Rafalski Dogtrainer)

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Die Herausforderungen in der Hundeausbildung sind vielfältig! Missverständnisse und Fehlannahmen über das Beutefangverhalten können schwerwiegende Konsequenzen haben. Daher ist es unerlässlich, sich für qualitativ hochwertiges und kompetentes Training zu entscheiden, das nicht nur auf den Hund, sondern auch auf den Halter eingeht. Wenn Menschen verstehen würden, wie verantwortungsbewusst mit dem Training eines Hundes verfahren werden muss, könnten viele der bestehenden Probleme vermieden werden.

Setzen Sie auf eine Ausbildung, die sowohl Herz als auch Verstand vereint! Nur so können wir gemeinsam die Basis für ein harmonisches Miteinander schaffen.

CEO Anja Rafalski Hundeschule Kefalas

Dogtraining with Heart & Mind Crete